Krieg im Äther
Vorschau auf den Vortrag vom 21. Mai 2025
Der Krieg im Äther
Man sieht sie nicht, die Signale. Für eine Armee können diese aber weitreichende Konsequenzen haben, also müssen sie aufgefangen, ausgewertet oder gestört werden. Werner Kuhn, der ehemalige Chef der Sektion operative elektronische Kriegsführung im VBS, zeigt am 21. Mai in Thun die Hintergründe des Kriegs im Äther auf.
Mit dem Zweiten Weltkrieg wurde die Funkaufklärung in der Schweizer Armee erstmals organisiert – die Funker Kompanie 7 wurde gebildet. Es galt, einerseits die Emissionen ausländischer Sender zu erfassen und nachrichtendienstlich auszuwerten und andererseits die eigenen Aktivitäten zu überwachen und Verstösse gegen die Geheimhaltung zu melden. Sowohl die Übermittlung als auch die Funkaufklärung entwickelten sich nachher parallel stetig weiter.
Der Vortrag vom 21. Mai umfasst vor allem die Aktivitäten, wie sie der Referent Oberst i Gst aD Werner Kuhn in seiner beruflichen Kariere beim EMD und später im VBS, Abteilung Elektronische Kriegsführung (EKF), selber erlebt hat und mitgestalten durfte. Er schildert unter anderem die Entwicklung der Aufklärungsausrüstung der Feldarmee von 1969 bis 2006. Dabei erlebte er den Wandel vom Röhrenempfänger bis zum modernsten Aufklärungssystem. Kuhn zeigt aus Sicht des Bereichsverantwortlichen die Lösungsfindung im damaligen Umfeld, zusätzlich wird der Wandel der elektronischen Störung aufgezeigt. Letztlich bildet dies die Grundlage für das heute bei der Schweizer Armee im Einsatz stehende Integrierte Funkaufklärungs- und Sendesystem (IFASS).
Treffpunkt: Mittwoch, 21. Mai 2025, 18.45 Uhr, auf dem Parkplatz der ehemaligen Soldatenstube 3 Tannen an der Allmendstrasse in Thun (Einweisung). Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ab Bahnhof Thun mit Buslinie 4 bis Haltestelle Kleine Allmend. Beginn 19 Uhr.
Blick in einen Shelter des taktischen elektronischen Aufklärungs-System (takt EA Syst). Bild: ZVG