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Mitgliederversammlung 2026

25. April 2026

Personal, Projekte und Neutralität im Fokus

 Der Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) tagte am letzten Samstag in Thun. Die Anträge des Vorstands fanden dabei einhellig Zustimmung. Im Vorstand gab es einen wichtigen Wechsel, und der nächste zeichnet sich ab. Gesprochen wurde auch über ein hochaktuelles Thema.

26 Jahre lang hat Sascha Burkhalter als Kassier im Verein Schweizer Armeemuseum gewirkt. Am Samstag hat er das letzte Mal Rechnung und Budget vorgelegt. Die rund 100 anwesenden Mitglieder dankten ihm mit Applaus für sein grosses Engagement. Sie wählten im Anschluss Christine Pulfer zur neuen Kassierin. Ein weiterer gewichtiger Wechsel wird es an der nächsten Mitgliederversammlung geben, wie angekündigt wurde: Präsident Henri Habegger wird das Präsidialamt niederlegen, jedoch im Vorstand für die Leitung von Projekten verbleiben. Als Nachfolger ist der bisherige Vizepräsident Ulrich Stoller bereits in den Startlöchern, um die Geschicke des Vereins mit schweizweit rund 1400 Mitgliedern zu leiten.

Die statutarischen Geschäfte wurden alle im Sinne der Anträge beschlossen. In seinem Rückblick zeigte der Präsident die abgeschlossenen oder laufenden Projekte auf – sei es von der Sammlung von Militärpostkarten oder Soldatenmarken bis zum Einkauf von Material aus privaten Händen für die Sammlung Armeematerial des Bundes, die von der Stiftung Historisches Armeematerial HAM betreut wird. Wie beide Seiten bekräftigten, ist die rechtliche Neuregelung der Zusammenarbeit zwischen dem VSAM und der Stiftung endlich auf guten Wegen.

Die Vertreter der Stiftung informierten an der Versammlung kurz über ihre Tätigkeiten, das heisst vor allem die Archivierung, Digitalisierung  und Restaurierung von Dokumenten und physisch vorhandenem Armeematerial, um dieses der Nachwelt zu erhalten. Herausfordernd sei die teils unzulängliche Infrastruktur für die Lagerung – sprich die Gebäude – und neue Anforderungen wie der korrekte Umgang mit Schadstoffen im Sammlungsmaterial.

Den Abschluss des Anlasses in Thun bildete ein aktuelles Thema: Der Historiker Dr. Marco Jorio referierte über die Neutralität der Schweiz, beschrieb den umständlichen und spannenden Weg, wie die Schweiz in der Zeit um 1815 zum anerkannten neutralen Status gelangen konnte. Ein Status, dessen Bedeutung heute und wohl noch länger kontrovers diskutiert wird. Der Vortrag wird in ca. zwei Wochen auf der Homepage des VSAM herunterladbar sein.

Video des Vortrages von Marco Jorio

Fotos: Thomas Wermelinger