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Militärunternehmertum in der Eidgenossenschaft bis 1848

Vorschau auf den Vortrag vom 9. September 2026

In fremdem Sold

Angesichts der laufenden Neutralitätsdebatte ist der Dienst von Schweizern in fremden Heeren ein spannendes Thema. Aufgegriffen und erklärt wird ein zentraler Teils dieser Erscheinung am Vortrag am 9. September in Thun vom Berner Historiker André Holenstein.

Söldnerdienste und der Eintritt in fremde Streitkräfte sind heute für Schweizer Bürger grundsätzlich verboten. Die Bundesverfassung von 1848 untersagte neue Verträge über Truppenstellungen. Ein definitives gesetzliches Verbot wurde im Jahr 1859 eingeführt. Das Referat von André Holenstein umfasst deshalb die Zeit vor 1848.

Mit den Fremden Diensten war immer auch ein Militärunternehmertum verbunden. Ein privater Militärunternhmer bot fremden Herrschern  Truppen gegen Bezahlung an. Diese Unternehmer nahmen eine zentrale organisatorische Funktion war. Nochheute zeugen vielerorts Schlösser und prachtvolle Wohnsitze vom Reichtum der damaligen Militärunternehmer.

Der Solddienst für fremde Mächte ist eine zentrale gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und politische Tatsache in der Geschichte der alten Eidgenossenschaft. Der Vortrag Prof. Dr. André Holenstein erhellt die Hintergründe und Voraussetzungen für dieses Phänomen und beleuchtet zentrale Aspekte dieser militärischen Arbeits- und Karrieremigration in der langen Dauer.

Der Referent: André Holenstein ist Professor emeritus für ältere Schweizer Geschichte und vergleichende Regionalgeschichte am Historischen Institut der Universität Bern.

Treffpunkt: Mittwoch, 9. September 2026, 18.45 Uhr, auf dem Parkplatz der ehemaligen Soldatenstube 3 Tannen an der Allmendstrasse in Thun (Einweisung, Plan unter https://armeemuseum.ch/referate/). Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ab Bahnhof Thun mit Buslinie 4 bis Haltestelle Kleine Allmend. Beginn 19 Uhr.

Der französische König Ludwig XI begrüsst die Schweizer Soldaten im August 1480 vor Chalon-sur-Saône. Bild aus der Luzerner Chronik von Diebold Schilling.