{"id":779,"date":"2015-03-26T13:51:40","date_gmt":"2015-03-26T12:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/test.armeemuseum.ch\/?page_id=779"},"modified":"2017-02-02T17:37:50","modified_gmt":"2017-02-02T16:37:50","slug":"vortrag-fred-heer-als-die-schweizer-armee-in-frankreich-einfiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/armeemuseum.ch\/en\/vortrag-fred-heer-als-die-schweizer-armee-in-frankreich-einfiel\/","title":{"rendered":"Grenzbesetzung 1815 &#8211; R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8221;section&#8221;][et_pb_row admin_label=&#8221;row&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; background_layout=&#8221;light&#8221; text_orientation=&#8221;left&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221;]<\/p>\n<div class=\"csc-header csc-header-n13\">\n<h1>Als die Schweizer Armee in Frankreich einfiel&#8230; &#8211; Vortrag vom 25. M\u00e4rz 2015<\/h1>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\"><b>Vor 200 Jahren wurde es kritisch f\u00fcr die Schweiz \u2013 wegen Napoleon. Truppen wurden zum Schutz der Grenze aufgeboten, kommandiert von General Bachmann. Und sogar ein Vorstoss \u00fcber die Grenze hinaus folgte. Was damals genau passierte, erkl\u00e4rte Division\u00e4r aD Fred Heer beim Verein Schweizer Armeemuseum in Thun.<\/b><\/p>\n<p>Als Napoleon im Februar 1815 \u00fcberraschend aus seiner Verbannung von Elba ausbrach und auf Paris marschierte, wurde die Lage f\u00fcr Europa und damit auch f\u00fcr die Schweiz kritisch. Zum Schutz des Landes mobilisierte die Tagsatzung ihre Truppen und ernannte General Franz Niklaus von Bachmann von N\u00e4fels zu ihrem Oberbefehlshaber. Bachmann drang als einziger Schweizer Heerf\u00fchrer in der neueren Geschichte in fremdes Territorium ein.<br \/>\nDie Grenzbesetzung von 1815 mit der Bildung einer Eidgen\u00f6ssischen Armee aus 22 Kantonsmilizen in k\u00fcrzester Zeit kann zusammenfassend als sehr schwierig aber letztlich doch erfolgreich bezeichnet werden. Die Energie, mit welcher die damals politisch zerrissene Schweiz ihre Verteidigung an die Hand nahm, fand lobende Anerkennung bei den Alliierten. Der fragw\u00fcrdige Feldzug in die Franche-Comt\u00e9 war hingegen kein Ruhmesblatt in der Milit\u00e4rgeschichte der Eidgenossenschaft.<br \/>\nIn seinem Bericht an die Tagsatzung deckt Bachmann sch\u00e4rfer als jede andere Quelle die damaligen desolaten Verh\u00e4ltnisse der Schweiz auf. Der General beanstandete nicht nur das eidgen\u00f6ssische Wehrwesen, sondern auch die politischen Hindernisse, die ihm immer wieder in den Weg gelegt worden waren. Seine Forderungen nach einer einheitlicher Ausbildung und Ausr\u00fcstung, nach einer effektiven F\u00fchrung und der entsprechenden Logistik bleiben bis heute aktuell. Ein Grossteil seiner Vorschl\u00e4ge fand\u00a0 daher Eingang in den Bundesvertrag von 1815 und in das Milit\u00e4rreglement von 1817 \u2013 die Umsetzung ben\u00f6tigte aber noch Jahrzehnte.<br \/>\nVor dem Einmarsch in die Franche-Comt\u00e9 ordnete Bachmann wegen den verschiedenen Uniformen und Kokarden der eidgen\u00f6ssischen Armee an, am linken Arm ein Band von \u00abscharlachrotem Tuch mit einem weissen Kreuz\u00bb zu tragen!<br \/>\nDes Referenten Fazit: \u00abAuf dem Friedhof von N\u00e4fels erinnert ein schlichter Obelisk an den eidgen\u00f6ssischen Oberbefehlshaber und General von 1815. Sein gr\u00f6sstes Denkmal ist aber \u00fcberall dort zu sehen, wo das von ihm wieder zu Ehren gebrachte weisse Kreuz im roten Feld flattert \u2013 unsere Schweizer Fahne!\u00bb Zu recht erhielt Fred Heer am Schluss seines Vortrages anhaltenden Applaus. Seine Begeisterung f\u00fcr die Geschichte \u00fcbertrug sich auf die zahlreichen Besucher.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Fred-Heer_001.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=&#8221;row&#8221;][et_pb_column type=&#8221;1_2&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Fred-Heer_005.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Fred-Heer_001.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Fred-Heer_005.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Vortrag_Heer_007jpg.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; background_layout=&#8221;light&#8221; text_orientation=&#8221;left&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221;]<\/p>\n<p><strong>Fotos: \u00a9 Markus Hubacher, Spiez<\/strong><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;1_2&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Fred-Heer_003.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Fred-Heer_004.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Vortrag_Heer_004.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][et_pb_image admin_label=&#8221;Bild&#8221; src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/Website\/News 2015\/Vortrag Fred Heer\/Vortrag_Heer_006.jpg&#8221; show_in_lightbox=&#8221;off&#8221; url_new_window=&#8221;off&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221;] [\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als die Schweizer Armee in Frankreich einfiel&#8230; &#8211; Vortrag vom 25. 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Der fragw\u00fcrdige Feldzug in die Franche-Comt\u00e9 war hingegen kein Ruhmesblatt in der Milit\u00e4rgeschichte der Eidgenossenschaft.<br \/>In seinem Bericht an die Tagsatzung deckt Bachmann sch\u00e4rfer als jede andere Quelle die damaligen desolaten Verh\u00e4ltnisse der Schweiz auf. Der General beanstandete nicht nur das eidgen\u00f6ssische Wehrwesen, sondern auch die politischen Hindernisse, die ihm immer wieder in den Weg gelegt worden waren. Seine Forderungen nach einer einheitlicher Ausbildung und Ausr\u00fcstung, nach einer effektiven F\u00fchrung und der entsprechenden Logistik bleiben bis heute aktuell. Ein Grossteil seiner Vorschl\u00e4ge fand\u00a0 daher Eingang in den Bundesvertrag von 1815 und in das Milit\u00e4rreglement von 1817 \u2013 die Umsetzung ben\u00f6tigte aber noch Jahrzehnte. <br \/>Vor dem Einmarsch in die Franche-Comt\u00e9 ordnete Bachmann wegen den verschiedenen Uniformen und Kokarden der eidgen\u00f6ssischen Armee an, am linken Arm ein Band von \u00abscharlachrotem Tuch mit einem weissen Kreuz\u00bb zu tragen!<br \/>Des Referenten Fazit: \u00abAuf dem Friedhof von N\u00e4fels erinnert ein schlichter Obelisk an den eidgen\u00f6ssischen Oberbefehlshaber und General von 1815. Sein gr\u00f6sstes Denkmal ist aber \u00fcberall dort zu sehen, wo das von ihm wieder zu Ehren gebrachte weisse Kreuz im roten Feld flattert \u2013 unsere Schweizer Fahne!\u00bb Zu recht erhielt Fred Heer am Schluss seines Vortrages anhaltenden Applaus. 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