{"id":27619,"date":"2019-03-29T17:49:43","date_gmt":"2019-03-29T16:49:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.armeemuseum.ch\/?p=27619"},"modified":"2023-09-17T09:05:44","modified_gmt":"2023-09-17T08:05:44","slug":"geschichte-des-sanitaetsdienstes-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/armeemuseum.ch\/en\/geschichte-des-sanitaetsdienstes-rueckblick\/","title":{"rendered":"Geschichte des Sanit\u00e4tsdienstes &#8211; R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; admin_label=&#8221;section&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_row admin_label=&#8221;row&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; column_structure=&#8221;2_3,1_3&#8243;][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; custom_padding=&#8221;|||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; custom_padding__hover=&#8221;|||&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<h2><strong>Geschichte des Sanit\u00e4tsdienstes in der Schweizer Armee<\/strong><\/h2>\n<h4>R\u00fcckblick auf den Vortrag vom 27. M\u00e4rz 2019<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; custom_padding=&#8221;|||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; custom_padding__hover=&#8221;|||&#8221;][et_pb_image src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Logo-VSAM-komprimiert.jpg&#8221; align_tablet=&#8221;center&#8221; align_last_edited=&#8221;on|desktop&#8221; admin_label=&#8221;Bild&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; animation_style=&#8221;slide&#8221; animation_direction=&#8221;left&#8221; animation_duration=&#8221;500ms&#8221; animation_intensity_slide=&#8221;10%&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221; always_center_on_mobile=&#8221;on&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; align_phone=&#8221;center&#8221;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=&#8221;Zeile&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; custom_padding=&#8221;|||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; custom_padding__hover=&#8221;|||&#8221;][et_pb_image align_tablet=&#8221;center&#8221; align_last_edited=&#8221;on|desktop&#8221; admin_label=&#8221;Bild&#8221; _builder_version=&#8221;4.19.4&#8243; animation_style=&#8221;slide&#8221; animation_direction=&#8221;left&#8221; animation_duration=&#8221;500ms&#8221; animation_intensity_slide=&#8221;10%&#8221; hover_enabled=&#8221;0&#8243; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221; always_center_on_mobile=&#8221;on&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; sticky_enabled=&#8221;0&#8243; align_phone=&#8221;center&#8221;][\/et_pb_image][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Die Schlachtfelder pr\u00e4gten die Medizin<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong>Zu einer Armee geh\u00f6rt heute ein moderner Sanit\u00e4tsdienst. Das war nicht immer so und muss auch k\u00fcnftig jeweils mit grossen Anstrengungen erreicht werden.\u00a0 Division\u00e4r Andreas Stettbacher, Oberfeldarzt und Beauftragter f\u00fcr den Koordinierten Sanit\u00e4tsdienst der Schweizer Armee, zeigte auf, was dazu n\u00f6tig ist.<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Division\u00e4r Andreas Stettbacher, Oberfeldarzt und Beauftragter f\u00fcr den Koordinierten Sanit\u00e4tsdienst, <\/strong>hat es verstanden, die zahlreichen Besucher seines Referats beim Verein Schweizer Armeemuseum in seinen Bann zu ziehen. Der Bogen der Pr\u00e4sentation spannte sich von den ersten dokumentierten Kriegsverletzungen und deren Behandlung um 30&#8217;000 v.Chr. \u00fcber die in der \u00abJustinger Chronik von 1420\u00bb erw\u00e4hnten Anf\u00e4nge des \u00abmilit\u00e4rischen Sanit\u00e4tswesens\u00bb, wo Rudolf von Erlach bei der Schlacht von Laupen am 21. Juni 1339 befahl, \u00abdie Verwundeten zu verbinden\u00bb. <strong>\u00a0<\/strong>Erste Anweisungen f\u00fcr die Versorgung von Verwundeten fanden sich dann im \u00abFeldbuch der Wundarzney, Strassburg 1517\u00bb verfasst von Hans von Gersdorff und der Berner Stadt-Medico-Chirugus Fabricius Hildanus (1560-1634) definierte mit seinem \u00abFeldkasten\u00bb ein wahrscheinlich erstes Sortiment mit Instrumenten und Medikamenten zur Versorgung der Verwundeten im Feld.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Mit einer gewissen Genugtuung merkte der Berner Referent an, dass bereits zu dieser Zeit viele Impulse aus Bern stammten, wo z. B. im 18. Jahrhundert festgehalten war, dass das \u00abCollegium Insulanum\u00bb (Inselspital) den Befehl hatte, \u00abzwei gute Chirurgen, vier Gesellen, vier Mittler und vier Jungen zu bestellen und parat zu halten, um auf erstes Begehren schleunigst zur Armee geschickt werden zu k\u00f6nnen\u00bb. Eine besondere Erw\u00e4hnung fanden die medizinischen Neuerungen im Laufe der Zeit, die in vielen F\u00e4llen durch Impulse der Schlachtfeld-Erfahrungen entstanden.<\/p>\n<p><strong>Viele Verwundete \u00fcberlebten den Transport nicht<\/strong><\/p>\n<p>Die hervorragend dokumentierte Geschichte des Sanit\u00e4tsdienstes von der Helvetik bis in die Neuzeit orientierte sich in der Folge an der Berufung und am Wirken der daf\u00fcr verantwortlichen Oberfeld\u00e4rzte.<\/p>\n<p>Einen echten, lange dauernden Einbruch in der Bedeutung des Sanit\u00e4tsdienstes und damit auch seiner personellen und materiellen Ausstattung ergab sich 1850 nach dem Sonderbundskrieg mit seiner Unterstellung unter dem Kommissariatsdienst. Mit der Schaffung der Rotkreuzbewegung durch Henri Dunant 1863 \u2013 gest\u00fctzt auf seine schrecklichen Erlebnisse nach der Schlacht von Solferino 1859 \u2013 und dann 1870\/71 mit der Internierung der Bourbaki-Armee, ergaben sich neue Impulse f\u00fcr den Sanit\u00e4tsdienst. Mit der erstmaligen Schaffung von Ambulanzfourgons und Sanit\u00e4ts-Eisenbahnz\u00fcgen (G\u00fcterwagons) f\u00fcr den Transport der Verwundeten ergab sich ein wichtiger Schritt, da bisher daf\u00fcr keine Transportmittel zur Verf\u00fcgung standen und die Verwundeten h\u00e4ufig den Transport nicht \u00fcberlebten.<\/p>\n<p><strong>Grippe als Herausforderung<\/strong><\/p>\n<p>Bedeutsam war auch die 1873 erfolgte Einf\u00fchrung der sanitarischen Musterung und damit die Sicherstellung, dass nur dienstf\u00e4hige Mannschaft in die Armee aufgenommen werden. \u00a0W\u00e4hrend des 1. Weltkrieges, besonders in den Jahren 1918\/19, zeigte sich die Grippe-Pandemie mit 14&#8217;023 erkrankten und davon 1\u2019805 verstorbenen Angeh\u00f6rigen der Armee als gr\u00f6sste Herausforderung. Nur dank dem Einsatz des Schweizerischen Roten Kreuzes mit 742 Krankenschwestern \u2013 wovon 63 ebenfalls an der Grippe starben \u2013 konnte die Krise bew\u00e4ltigt werden.<\/p>\n<p>In der Zwischenkriegszeit war als wesentlicher Punkt die Aufr\u00fcstung der ganzen Armee gegen die Bedrohung durch chemische Kampfstoffe zu verzeichnen, jedoch gab es keine Fortschritte im eigentlichen Sanit\u00e4tsdienst, insbesondere wurden die Lehren aus dem 1. Weltkrieg nicht umgesetzt.<\/p>\n<p><strong>Hilfe f\u00fcr ausl\u00e4ndische Armeeangeh\u00f6rige<\/strong><\/p>\n<p>Im Zweiten Weltkrieg wurde ein komplexes Sanit\u00e4tssystem konzipiert, das jedoch zu gross geriet und nur in Teilen zur Umsetzung gelangte. Bedeutende Aufgaben waren in diesem Zeitraum die Betreuung von internierten ausl\u00e4ndischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen und Eins\u00e4tze der \u00abGuten Dienste\u00bb im Rahmen von Rotkreuzmissionen im Ausland. Im Schlussbericht von General Guisan \u00fcber den Aktivdienst 1939-1945 wurden die Leistungen des Armee-Sanit\u00e4tsdienstes positiv hervorgehoben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Dauer des Kalten Krieges stand ein k\u00fcnftiger totaler Krieg unter Einbezug von Nuklearwaffen im Zentrum der Annahmen, was dazu f\u00fchrte, dass im zivilen und milit\u00e4rischen Bereich eine grosse Zahl von gesch\u00fctzten Sanit\u00e4tseinrichtungen geschaffen wurden. Mit dem Mauerfall und Glasnost ab 1990 erfolgte eine drastische Reduktion der Armeebest\u00e4nde und sukzessiver weitgehender Verzicht auf die gesch\u00fctzte Sanit\u00e4ts-Infrastruktur. Die heutige Situation des Sanit\u00e4tsdienstes der Armee \u00a0\u2013 mit gewaltigen Anstrengungen zur Aktualisierung der Ausbildung und Ausr\u00fcstung \u2013 wurde vom Oberfeldarzt Andreas Stettbacher abschliessend detailliert dargestellt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=&#8221;27628,27632&#8243; fullwidth=&#8221;on&#8221; db_image_max_width_tablet=&#8221;51&#8243; db_image_max_height_tablet=&#8221;501&#8243; db_image_row_spacing_tablet=&#8221;51&#8243; db_image_center_titles=&#8221;left&#8221; dbdb_version=&#8221;3.8.6&#8243; admin_label=&#8221;Galerie&#8221; _builder_version=&#8221;4.19.4&#8243; hover_enabled=&#8221;0&#8243; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; sticky_enabled=&#8221;0&#8243;][\/et_pb_gallery][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<div class=\" et_pb_row et_pb_row_1\">\n<div class=\"et_pb_column et_pb_column_4_4  et_pb_column_2\">\n<div class=\"et_pb_text et_pb_module et_pb_bg_layout_light et_pb_text_align_left  et_pb_text_2\">\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Fotos: \u00a9 Markus Hubacher, Spiez<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte des Sanit\u00e4tsdienstes in der Schweizer Armee R\u00fcckblick auf den Vortrag vom 27. 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