{"id":25666,"date":"2018-07-03T11:49:10","date_gmt":"2018-07-03T10:49:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.armeemuseum.ch\/homepage-swiss-army-museum-society-sams\/documentations\/ordonnanzen-ueber-uniformen-und-abzeichen-der-schweizer-armee\/"},"modified":"2024-04-15T19:56:56","modified_gmt":"2024-04-15T18:56:56","slug":"ordonnanzen-ueber-uniformen-und-abzeichen-der-schweizer-armee","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/armeemuseum.ch\/en\/wissensdatenbank-only-in-german\/ordonnanzen-ueber-uniformen-und-abzeichen-der-schweizer-armee\/","title":{"rendered":"Ordonnanzen \u00fcber Uniformen und Abzeichen der Schweizer Armee"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8221;1&#8243; admin_label=&#8221;section&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_row admin_label=&#8221;row&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; column_structure=&#8221;2_3,1_3&#8243;][et_pb_column type=&#8221;2_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; custom_padding=&#8221;|||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; custom_padding__hover=&#8221;|||&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<h2><strong>Ordonnanzen \u00fcber Uniformen und Abzeichen der Schweizer Armee<\/strong><\/h2>\n<p>\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8221;1_3&#8243; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; custom_padding=&#8221;|||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; custom_padding__hover=&#8221;|||&#8221;][et_pb_image src=&#8221;https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Logo-VSAM-komprimiert.jpg&#8221; align_tablet=&#8221;center&#8221; align_last_edited=&#8221;on|desktop&#8221; admin_label=&#8221;Bild&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; animation_style=&#8221;slide&#8221; animation_direction=&#8221;left&#8221; animation_duration=&#8221;500ms&#8221; animation_intensity_slide=&#8221;10%&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; animation=&#8221;left&#8221; sticky=&#8221;off&#8221; always_center_on_mobile=&#8221;on&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; align_phone=&#8221;center&#8221;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=&#8221;Zeile&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;][et_pb_column type=&#8221;4_4&#8243; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; custom_padding=&#8221;|||&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; custom_padding__hover=&#8221;|||&#8221;][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; hover_enabled=&#8221;0&#8243; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; sticky_enabled=&#8221;0&#8243;]<\/p>\n<h4><strong>Sinn und Zweck dieser Rubrik?<\/strong><\/h4>\n<p>Mit dieser Rubrik m\u00f6chten wir eine Serie der wichtigsten Meilensteine in der Bekleidungsgeschichte der Schweizer Armee aufzeigen.<\/p>\n<p>Bis zum Jahre 1852 hatte jeder Kanton seine eigene kleine Armee, mit eigenen Uniformen und Abzeichen. Einziges gemeinsames Abzeichen f\u00fcr das zusammengew\u00fcrfelte Bundesheer war die seit 1815 gebr\u00e4uchliche, rote eidgen\u00f6ssische Armbinde mit dem Schweizerkreuz.<\/p>\n<p>Diese f\u00fcr den Uniformkundler zwar interessante Vielfalt, ist f\u00fcr den Laien aber verwirrend und schwierig zu verstehen. Mit dem Reglement von 1842 schuf man die Basis f\u00fcr eine gleichartige Uniformierung aller eidgen\u00f6ssischen Truppen. Verbindlich wurde es dann mit dem Reglement \u00fcber die Bewaffnung und Ausr\u00fcstung von 1852 das, vorerst einmal auf dem Papier, f\u00fcr eine einigermassen gleichartige Uniformierung aller eidgen\u00f6ssischen Truppen sorgte.<\/p>\n<p>Nach wie vor unterschieden sich aber die verschiedenen Waffengattungen in Farbe und Ausr\u00fcstung. Bis zu einem einheitlichen Erscheinungsbild, so wie wir es heute kennen, war es noch ein langer Weg. Die Gr\u00fcnde waren einerseits die knappen Finanzen und der Umstand, dass der schweizerische Wehrmann in der Regel das einmal gefasste \u201eSortiment\u201c, vielleicht mit Ausnahme der Waffe, bis zu seinem Austritt aus der Wehrpflicht behielt.<\/p>\n<h4><strong>Aufbau und Struktur<\/strong><\/h4>\n<p>Die Rubrik ist so aufgebaut, dass immer wenn eine gr\u00f6ssere \u00c4nderung in Bezug auf Bekleidung und Ausr\u00fcstung erfolgte, ein neuer Abschnitt mit der daf\u00fcr gebr\u00e4uchlichen Bezeichnung (Ordonnanz) steht. Basis sind die einschl\u00e4gigen Reglemente sowie Bilder, gezeichnet von verl\u00e4sslichen, detailgetreuen\u00a0 K\u00fcnstlern und sp\u00e4ter dann Unterlagen der Kriegstechnischen Abteilung, angereichert durch einzelne Fotos, welche ab der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts gemacht wurden.<\/p>\n<h4><strong>Was bedeutet Ordonnanz?<\/strong><\/h4>\n<p>Das Wort Ordonnanz entstammt dem franz\u00f6sischen Wort \u201eordonner\u201c f\u00fcr anordnen oder verordnen. Zusammen mit einer Jahreszahl bezeichnet es das Jahr, in welchem ein Ausr\u00fcstungs- oder Bekleidungsst\u00fcck oder ein Waffentyp offiziell in der Armee eingef\u00fchrt wurde. In der Regel ist dies das Datum des Einf\u00fchrungsbeschlusses des Bundesrates oder der zust\u00e4ndigen milit\u00e4rischen Beh\u00f6rde. Manchmal wurden auch verschiedene kleinere \u00c4nderungen des bestehenden Reglements unter einer Jahreszahl als Ordonnanz zusammengefasst.<\/p>\n<p>Bis der neu eingef\u00fchrte Gegenstand zur Truppe kam, konnten indes noch einige Jahre vergehen, da meistens noch vorhandene Ausr\u00fcstungsst\u00fccke der vorangehenden Ordonnanz ausgetragen werden mussten. Es bleibt also immer eine zeitliche Differenz zwischen Einf\u00fchrungsbeschluss und der effektiven Einf\u00fchrung bei der Truppe. Zudem kamen meistens nur Rekruten in den Genuss von Effekten nach neuer Ordonnanz. Man sollte nicht dem Irrglauben verfallen, dass bei der Einf\u00fchrung einer neuen Ordonnanz sofort alle Wehrm\u00e4nner mit neuen Effekten ausger\u00fcstet wurden. In der Regel galt, was dereinst als Rekrut gefasst wurde, blieb bei der pers\u00f6nlichen Ausr\u00fcstung bis zum Ausscheiden aus der Armee. Ausnahmen bildeten der Ersatz bei Verlust, Defekt oder Tausch infolge Zunahme der K\u00f6rperf\u00fclle. Tats\u00e4chlich war es immer ein Nebeneinander von Ausr\u00fcstungsst\u00fccken verschiedener Ordonnanzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\n[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<h4><strong>Ordonnanz 1817 (und Revision vom 8. August 1843)<\/strong><\/h4>\n<p>In der Zeit vor und nach der Helvetik kannten die Kantone noch die absolute Milit\u00e4rhoheit. Nicht nur die Gr\u00f6sse und Zusammensetzung ihrer Kontingente konnten sie frei bestimmen, sondern auch deren Bewaffnung und Ausr\u00fcstung. Als die Zeit der Helvetik vor\u00fcber war, konnte man wieder an eine Neuorganisation und Ausr\u00fcstung des Milit\u00e4rs gehen. Im Jahre 1817 wurde ein erneuter Vorstoss f\u00fcr die Reglementierung der Uniform unternommen und von den Kantonen angenommen, ausgef\u00fchrt wurde sie allerdings nur teilweise. Die Kantone Z\u00fcrich, Bern und Aargau nahmen aber diese Vorschl\u00e4ge als Grundlage f\u00fcr eine Neuuniformierung an, und diese Kantone wurden dann auch sp\u00e4ter wegweisend f\u00fcr die Entwicklung der ersten gesamteidgen\u00f6ssischen Uniform. Am 8. August 1843 wurde ein weiteres Reglement \u00fcber die Uniformierung von der Tagsatzung genehmigt. Es sah unter anderem die Ordnung der Farben f\u00fcr die verschiedenen Waffengattungen vor sowie einheitliche Kopfbedeckungen innerhalb derselben.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Reglement-1817.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reglement 1817<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Aenderungen-bis-1845.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Aenderungen bis 1845<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bilder-Ord-1817-43.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bilder zur Ordonnanz 1817\/43<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz\u00a0 1852<\/h4>\n<p>Mit der umfangreichen Ordonnanz 1852 wurden erstmals in der modernen Schweiz einheitliche Uniformen und Ausr\u00fcstung f\u00fcr alle Kantone vorgeschrieben. Allerdings betraf das nur Neuanschaffungen, bereits vorhandene Uniformen durften noch \u00fcber Jahre hinweg ausgetragen werden. So blieb denn auch die 1815 eingef\u00fchrte eidgen\u00f6ssische Armbinde als gemeinsames Abzeichen weiterhin\u00a0 bestehen. Die Uniform selber war stark an die damals in Frankreich getragenen Uniformen angelehnt und bestand (ausser f\u00fcr die Kavallerie) aus einem hohen, leicht konischen, Tschako, einem Frack mit andersfarbigem Besatz, Latzhosen, Gamaschen und weissen Bandeliers f\u00fcr S\u00e4bel und Patronentasche. Den Kantonen war es freigestellt, Epauletten zur Uniform zu tragen.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnazn1852-Teil-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BG v. 27.8.1851, Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnazn1852-Teil-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">BG v. 27.8.1851, Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bilder-Ord-1852-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bilder Ordonnanz 1852<\/a><\/li>\n<li>1852\u00a0\u00a0 BRB Reglement \u00fcber die Bekleidung, Bewaffnung und Ausr\u00fcstung des Bundesheeres<\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz\u00a0 1861<\/h4>\n<p>Was man gemeinhin mit dem Begriff Ordonnanz 1861 bezeichnet, sind alle \u00e4nderungen, die seit\u00a0 der Einf\u00fchrung der Bekleidungsordonnanz\u00a0 von 1852 bis zum Jahre 1868 stattgefunden haben. Es betrifft dies insbesondere\u00a0 die Uniform und das Lederzeug. Einige der wesentlichen \u00c4nderungen sind: die Einf\u00fchrung eines niederen Tschakomodells, welches fortan nun auch K\u00e4ppi genannt wird (Scharfsch\u00fctzen und Genietruppen mit kugeligem Hut) , den Ersatz des bisherigen Hosenlatzes durch einen Schlitz, Einf\u00fchrung des Waffenrockes f\u00fcr Infanterie und Genietruppen, anstelle des bisher getragenen Fracks, Ersatz der kreuzweise getragenen Bandeliers durch einen Leibgurt, an dem nun Seitenwaffe und Patronentasche getragen werden. Das Tragen von Epauletten blieb fakultativ. Die ganze Uniform war, wie bereits das Vorg\u00e4ngermodell, sehr von franz\u00f6sischen Vorbildern inspiriert.<\/p>\n<ul>\n<li>15.11.1860 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Botschaft des Bundesrates betreffend einige Ab\u00e4nderungen an der Bekleidung und Ausr\u00fcstung<\/li>\n<li>15.12.1860\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bericht-der-Kommission-des-Nationalrathes-\u00fcber-die-Ab\u00e4nderungen-in-der-Bekleidung-und-Ausr\u00fcstung-des-Bundesheeres.-Vom-15.-Dezember-1860.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Bericht der Kommission des Nationalrathes \u00fcber die Ab\u00e4nderungen in der Bekleidung und Ausr\u00fcstung des Bundesheeres<\/a><\/li>\n<li>17.01.1861 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ab\u00e4nderung zum Reglement \u00fcber die Bekleidung, Bewaffnung und Ausr\u00fcstung des Bundesheeres<\/li>\n<li>18.03.1861 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Begleitschreiben zum Bekleidungsreglement von 1861<\/li>\n<li>13.03.1861 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bekleidung und Bewaffnung der eidg. Instruktoren und der Aspiranten der Spezialwaffen<\/li>\n<li>15.01.1862 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ab\u00e4nderung des Bekleidungsreglement von 1861<\/li>\n<li>21.02.1862 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bekleidung der Aspiranten der Spezialwaffen<\/li>\n<li>1864\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zusammenstellung der Gesetze \u00fcber die Bekleidung, Bewaffnung und Ausr\u00fcstung in verschiedenen Kantonen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Abzeichen-Ord-1861.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Garnituren f\u00fcr die Kopfbedeckung der Genie-, Artillerie- und Scharfsch\u00fctzen-Kompanien Ord 1861<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Bilder-Ord-1861-Stand-Mai-2020.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bilder Ord 1861 &#8211; Stand Mai 2020<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Ordonnanzen 1868\/69<\/h4>\n<p>Nach kurzer Zeit schon wurden die Uniformen wieder erneuert und nun kam auch f\u00fcr die Berittenen ein kurzer Waffenrock zur Abgabe. Die Uniform war\u00a0 nun sehr schlicht und funktional, der farbige Besatz wurde auf ein Minimum reduziert. Epauletten als Gradabzeichen f\u00fcr Offiziere wurden durch Briden nach amerikanischer Art ersetzt. Berittenen wurden mit dem ein Jahr vorher eingef\u00fchrten neuen S\u00e4belmodell ausger\u00fcstet und hatten nun auch keine Epauletten mehr, ebenso die Eliteverb\u00e4nde. 1869 wurde der niedere Tschako durch den sog. \u201ekonischen Hut\u201c oder \u201eK\u00e4ppi-Hut\u201c, einem niederen K\u00e4ppi\u00a0 mit umlaufender Krempe, ersetzt. Dieses wurde nun f\u00fcr s\u00e4mtliche Truppengattungen vorgeschrieben. Daneben existierte eine einfache Policem\u00fctze.<\/p>\n<ul>\n<li>21.12.1867\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bundesgesetz betreffend einige Ab\u00e4nderungen in der Bekleidung und Ausr\u00fcstung des Bundesheeres<\/li>\n<li>12.02.1868 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Weisungen betreffend die Bekleidung und Ausr\u00fcstung<\/li>\n<li>27.04.1868 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ab\u00e4nderung zum Bekleidungsreglement<\/li>\n<li>20.01.1869 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Neue Kopfbedeckung<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Abzeichen-Ord-1969.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Garnituren f\u00fcr die Kopfbedeckung Ord 1869<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bilder-zur-Ordonnanz-1869-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bilder Ordonnanz 1868\/69<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.19.4&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; hover_enabled=&#8221;0&#8243; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221; sticky_enabled=&#8221;0&#8243;]<\/p>\n<h4>Ordonnanz 1875<\/h4>\n<p>Die Bundesverfassung von 1874 \u00fcbertrug dem Bund die Verf\u00fcgung \u00fcber das Bundesheer (Art. 19), den Kantonen verblieben nur noch wenige Kompetenzen, so zum Beispiel\u00a0 bildeten Infanterie und <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D8579.php\">Kavallerie<\/a> immer noch kantonale Truppenk\u00f6rper. Die Uniform wurde in Schnitt und Ausf\u00fchrung wieder etwas ansehnlicher, neue Hosenmodelle wurden eingef\u00fchrt und die gewobene Achselnummer als neues Identifikationszeichen f\u00fcr die neuen Truppenk\u00f6rper eingef\u00fchrt. Das K\u00e4ppi blieb bestehen, teilweise erg\u00e4nzt durch eine neue Garnitur.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen aus der Grenzbesetzung und der anschliessenden Internierung der franz\u00f6sischen Ostarmee\u00a0 flossen in die Ausr\u00fcstung ein und die kurz zuvor erfolgte Einf\u00fchrung der Hinterlader nach Modell Vetterli f\u00fchrte ebenfalls zu Neuerungen in der Ausr\u00fcstung.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1875-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1875<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1875-Beilage-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1875, Beilage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Gradabzeichen-der-Unteroffiziere-Gefreiten.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gradabzeichen der Unteroffiziere &amp; Gefreiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-1875-Fangschn\u00fcre-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ord 1875 Fangschn\u00fcre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-1875-Pompons.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ord 1875 Pompons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Bilder-Ord-1875.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bilder Ordonnanz 1875<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz 1898<\/h4>\n<p>Die zahlreichen Erg\u00e4nzungen, Neuerungen und Ab\u00e4nderungen seit 1875 machten es n\u00f6tig, eine neue Uniformordonnanz zu schaffen. Diese wurde vom Bundesrat am 11. Januar 1898 verabschiedet und war die Basis f\u00fcr das \u201eReglement \u00fcber die Bekleidung und Ausr\u00fcstung der schweizerischen Armee\u201c, kurz als Ordonnanz 1898 bezeichnet. Ein Jahr sp\u00e4ter folgte dann noch die Offiziersausr\u00fcstung. Mit der Einf\u00fchrung neuer Waffengattungen und Dienstzweige wurden auch neue Uniformen und Abzeichen n\u00f6tig. Vieles, was 1875 noch nicht existierte, war in der Zwischenzeit entstanden oder stand kurz vor der Einf\u00fchrung, so zum Beispiel Radfahrer, Telegraphen-Pioniere, Ballonpioniere, Mitrailleure. Sp\u00e4ter folgten Signalpioniere, Scheinwerferpioniere, Flieger und Automobilisten. Die Kavalleristen hatten seit dem Jahre 1883 eine neue, attraktivere Uniform mit Epauletten und ein neues K\u00e4ppi erhalten und seit Beginn der 1890er Jahre trugen alle Rekruten ebenfalls ein neues K\u00e4ppi (Modell 1888). Die Ordonnanz 1898 war so konzipiert, dass sie sich gut mit der Vorg\u00e4nger-Ordonnanz kombinieren liess.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1998-Teil-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1898, Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-18998-Teil-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1898, Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1998-Beilagen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1898 Beilagen 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Beilage-2-Bildtafeln.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beilage 2, Bildtafeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ausr\u00fcstungseffekten-und-pers\u00f6nliche-Bewaffnung-der-Mannschaft-des-Bundesheeres-pro-1899-vom-3.Juni-1898.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausr\u00fcstungseffekten und pers\u00f5nliche Bewaffnung der Mannschaft des Bundesheeres pro 1899<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/K\u00e4ppi-Abzeichen-Ord-1898.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00e4ppi-Abzeichen Ord 1898<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-1898-inkl.-Ballonpionier.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Waffenabzeichen, Zahlen Ord 1898 inkl. Ballonpionier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-1898-Pompons.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pompons und Einteilungskokarden Ord 1898<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Anleitung-betr.-Offiziersausr\u00fcstung-1899.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anleitung betr. Offiziersausr\u00fcstung 1899<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz 1914\/17<\/h4>\n<p>Schon kurz nach der Einf\u00fchrung der letzten \u201eblauen\u201c Uniform erkannte man, dass sie den Anspr\u00fcchen einer modernen Armee nicht mehr zu gen\u00fcgen vermag und begann bereits 1904 mit Versuchen f\u00fcr eine neue, felddiensttauglichere Uniform. Deutschland f\u00fchrte bereits 1907 feldgraue Felduniformen ein, welche ab 1910 zur Abgabe gelangten. Frankreich machte zwar Versuche mit resedagr\u00fcnen Uniformen, f\u00fchrte sie aber nicht ein. In der Schweiz machte man w\u00e4hrend des ganzen ersten Jahrzehnts Versuche mit zum Teil revolution\u00e4ren Uniformmodellen und wurde trotzdem bei Kriegsausbruch \u00fcberrascht. Als Notl\u00f6sung mussten graue Tarnblusen und K\u00e4ppi\u00fcberz\u00fcge abgegeben werden. Mit dem Bundesratsbeschluss vom 28. Oktober 1914 wurde der erste Schritt zur Einf\u00fchrung der felgrauen (gr\u00fcnen) Uniform gemacht. Die Farben der Waffengattungen und Dienstzeige konnte man an Kragen- und \u00c4rmelpatten ablesen sowie an den Vorst\u00f6ssen an Waffenrock und Hose. Neu waren auch die Gradabzeichen und deren Platzierung auf der Uniform (Offiziere). Bis 1917 wurden weitere Erg\u00e4nzungen und \u00c4nderungen vorgenommen, beispielsweise, dass alle Vorst\u00f6sse nur noch in marengo (schwarz) ausgef\u00fchrt werden sollen.<\/p>\n<ul>\n<li>09.02.1915 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verf. betr. Die neuen Offiziersuniformen<\/li>\n<li>27.09.1915 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BRB Mannschaftsuniformen f\u00fcr Offiziere<\/li>\n<li>05.011917 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BRB Stahlhelm<\/li>\n<li>04.06.1917 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BRB betr. die feldgraue Bekleidung der Armee und der Gradabzeichen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Feldgraue-Bekleidung-der-Armee-Bundesratsbeschl\u00fcsse-vom-29.12.1914-23.1.1915-9.2.1915.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesratsbeschl\u00fcsse vom 28. Oktober 1914, 7. Dezember 1914, 16. M\u00e3rz 1915<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1914-17-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1914-17<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Ordonnanz 1926<\/h4>\n<p>Darunter versteht man das \u201eReglement \u00fcber die Bekleidung vom 30. Dezember 1926\u201c (Bundesratsbeschluss). Es basiert seinerseits auf den Bundesratsbeschl\u00fcssen betreffend die Einf\u00fchrung der feldgrauen Uniform aus den Jahren 1914 und 1915 und insbesondere auf dem \u201eBundesratsbeschluss betreffend die feldgraue Bekleidung der Armee und Gradabzeichen\u201c vom 4. Juni 1917 und erg\u00e4nzt diesen in wesentlichen Teilen, vor allem bei den Unterscheidungsabzeichen der (neuen) Truppengattungen und Dienstzweige, sowie der Ausf\u00fchrung der Grad- und Funktionsabzeichen. Bei den Unteroffizieren tragen beispielsweise ab dieser Ordonnanz alle am oberen Kragenrand eine 8 mm breite, schwarz eingefasste Gold- oder Silberborte (je nach Knopffarbe).<\/p>\n<p>Das bisher getragene K\u00e4ppi machte definitiv dem Stahlhelm Platz, welcher bis dahin zum Korpsmaterial geh\u00f6rte und nun in gr\u00fcn gespritzter Version zur pers\u00f6nlichen Ausr\u00fcstung geh\u00f6rte. Weitere Anpassungen und Erg\u00e4nzungen folgten j\u00e4hrlich bis zum neuen Bekleidungsreglement von 1940.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Reglement-\u00fcber-die-Bekleidung-der-Armee-Bundesratsabeschluss-vom-30.-Dezember-1926.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reglement \u00fcber die Bekleidung der Armee (Bundesratsabeschluss vom 30. Dezember 1926)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Reglement-\u00fcber-die-Bekleidung-Ord-1926-mit-Erg\u00e4nzungen-bis-1935.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reglement \u00fcber die Bekleidung Ord 1926 mit Erg\u00e4nzungen bis 1935<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Die-Hilfsdienste.-Verordnung-vom-3.-April-1939.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Hilfsdienste. Verordnung vom 3. April 1939<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ab\u00e4nderung-der-VO-Hilfsdienste.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ab\u00e4nderung der VO Hilfsdienste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Vollziehungungsvorschrift-zur-Verordnung-\u00fcber-die-Hilfsdienste-vom-3.-April-1939-Verf\u00fcgung-des-eidg.-Milit\u00e4rdepartementes-vom-3.-April-1939.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vollziehungungsvorschrift zur Verordnung \u00fcber die Hilfsdienste vom 3. April 1939 (Verf\u00fcgung des eidg. Milit\u00e4rdepartementes vom 3. April 1939)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1926-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Uniformen und Abzeichen der Schweizerischen Armee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Uniformabzeichen-und-Numerierung-der-leichten-Truppen-und-der-Motortransporttruppen-Bundesratsbeschluss-vom-26.-Februar-1937.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Uniformabzeichen und Numerierung der leichten Truppen und der Motortransporttruppen (Bundesratsbeschluss vom 26. Februar 1937)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Uniformabzeichen-f\u00fcr-Motorfahrer-Verf\u00fcgung-eidg.-Milit\u00e4rdepartement-vom-23.-Januar-1937.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Uniformabzeichen f\u00fcr Motorfahrer (Verf\u00fcgung eidg. Milit\u00e4rdepartement vom 23. Januar 1937)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz 1940<\/h4>\n<p>Nach umfangreichen Versuchen und Abkl\u00e4rungen hat die Kommission f\u00fcr die Revision des Bekleidungsreglements am 7. Februar 1941, mitten im Krieg, unter dem Vorsitz von Generals Guisan, das bisherige Bekleidungsreglement angepasst und erg\u00e4nzt. So wurden die farbigen \u00c4rmelpatten neu geordnet und die darauf gestickten Symbole vereinfacht oder ganz weggelassen. Wesentliche Neuerungen erfuhr der Waffenrock, er bekam einen Umlegekragen und konnte in der Folge auch offen getragen werden, indem man den Kragen zur\u00fcckschlagen und mit zwei kleinen Kn\u00f6pfen fixieren konnte. Die Achselklappen hatten an deren Ende anstatt der bisherigen Rundung einen Spitz und die \u00c4rmelaufschl\u00e4ge wurden gr\u00f6sser, so dass beide Kn\u00f6pfe innerhalb des Aufschlages zu liegen kamen. Damit die in grosser Zahl vorhandenen Waffenr\u00f6cke der vorangehenden Ordonnanz weiterverwendet werden konnten, durften diese abge\u00e4ndert, das heisst mit Umlegekragen versehen werden. Diese Uniformen werden meist als Ordonnanz 1926\/40 bezeichnet<\/p>\n<p>Auch dieses ausf\u00fchrliche Reglement erfuhr in den folgenden Jahren zahlreiche Erg\u00e4nzungen und wurde seinerseits mit der Ordonnanz 1949 abgel\u00f6st.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Reglement-\u00fcber-die-Bekleidung-in-der-Armee-Vom-6.-Dezember-1940.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reglement \u00fcber die Bekleidung in der Armee (Vom 6. Dezember 1940)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1940.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1940<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1949-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1940, Standarten, Uniformen und Gradabzeichen<\/a><\/li>\n<li>August 1943 \u00a0 Armeekommando, Ausr\u00fcstungs- und Bekleidungsreglement f\u00fcr die FHD aller GattungenReglement \u00fcber die Bekleidung in der Armee (Vom 6. Dezember 1940)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Ordonnanz 1949<\/h4>\n<p>Seit der Einf\u00fchrung der feldgrauen Uniformen hat sich auf dem Gebiet der Uniformen und der pers\u00f6nlichen Ausr\u00fcstung nicht sehr viel getan. Zwar wurde 1940 der Umlegekragen eingef\u00fchrt und ein neues M\u00fctzenmodell, das Gros der Armee trug aber immer noch Uniformen im alten Stil. In der Zwischenzeit wurde der Passive Luftschutz aufgestellt, aus dem dann die Luftschutztruppen hervorgingen, die Hilfsdienste, sowohl M\u00e4nner als auch Frauen, wurden neu organisiert ebenso der Rotkreuzdienst. \u00a0Das machte neue Uniformen n\u00f6tig, welche in der vom Bundesrat unterschriebenen \u201eVerordnung \u00fcber die Bekleidung der schweizerischen Armee (Bekleidungsverordnung) vom 8. M\u00e4rz 1949\u201c m\u00fcndeten. Wesentlich an der neuen Uniform war die neue Policem\u00fctze, Waffenr\u00f6cke mit Revers, welche nun mit Milit\u00e4rhemd und Krawatte zu tragen waren, ein neuer Schnitt bei den Hosen und beim Kaput. Motorradfahrer und Panzertruppen tragen zudem den neuen Helm 48 aus alliierten Best\u00e4nden. Die Gradabzeichen der Unteroffiziere erhalten eine neue Form und werden nur noch auf dem Oberarm getragen, diejenigen der Offiziere werden fortan auf Schlaufen auf den Schulterklappen getragen. F\u00fcr Angeh\u00f6rige des Frauenhilfsdienstes und die weiblichen Angeh\u00f6rigen des Rotkreuzdienstes werden zwei Jahre sp\u00e4ter (1951) neue, blaue Uniformen eingef\u00fchrt.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verordnung-\u00fcber-die-Bekleidungder-schweizerischen-Armee-Bekleidungsverordnung-vom-8.-M\u00e4rz-1949.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung \u00fcber die Bekleidung der schweizerischen Armee (Bekleidungsverordnung) vom 8. M\u00e4rz 1949<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verf\u00fcgung-des-eidgen\u00f6ssischen-Milit\u00e4rdepartementes-\u00fcber-die-Bekleidung-der-schweizerischen-Armee-Vom-16.M\u00e4rz-1949.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verf\u00fcgung des eidgen\u00f6ssischen Milit\u00e4rdepartementes \u00fcber die Bekleidung der schweizerischen Armee (Vom 16.M\u00e4rz 1949)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verf\u00fcgung-des-eidgen\u00f6ssischen-Milit\u00e4rdepartementes-betreffend-die-Bekleidung-Ausr\u00fcstung-und-Bewaffnung-der-Angeh\u00f6rigen-des-Hilfsdienstes-Vom-25.-Februar-1949.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verf\u00fcgung des eidgen\u00f6ssischen Milit\u00e4rdepartementes betreffend die Bekleidung, Ausr\u00fcstung und Bewaffnung der Angeh\u00f6rigen des Hilfsdienstes (Vom 25. Februar 1949)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1949.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 1949, Bildtafeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-1949-Reglement-1959-d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ord 1949, Reglement 1959 d<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-1949-Reglement-1959-f.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ord 1949, Reglement 1959 f<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-1949-Reglement-i.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ord 1949, Reglement i<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8221;Text&#8221; _builder_version=&#8221;4.16&#8243; background_size=&#8221;initial&#8221; background_position=&#8221;top_left&#8221; background_repeat=&#8221;repeat&#8221; use_border_color=&#8221;off&#8221; border_color=&#8221;#ffffff&#8221; border_style=&#8221;solid&#8221; global_colors_info=&#8221;{}&#8221;]<\/p>\n<h4>Ordonnanz 1972<\/h4>\n<p>Das Erscheinungsbild des Soldaten im Dienstanzug \u00e4ndert nicht grundlegend. Wesentliche Neuerungen betreffen den Schnitt des Waffenrocks, die neue Ausgangshose aus Gabardine mit dem Elastik-Gurt, die Ausgangsm\u00fctze aus Hosenstoff, und der lederne Ausgangsgurt. Dazu kommen ein neuer zusammenlegbarer Regenmantel und eine faltbare Effektentasche. Anstelle der sch\u00f6nen Auszeichnungen von 1949 wird eine Flut von kleinen quadratischen Abzeichen (\u201eSugus\u201c) mit neuen Symbolen eingef\u00fchrt, welche zum Teil schwer erkennbar sind. Die Uniform wird vor allem noch als Ausgangs- und Dienstanzug gebraucht, da f\u00fcr die t\u00e4gliche Arbeit das Tenue Blau oder der Kampfanzug von 1970 getragen wird. Der Tornister wurde vom Rucksack abgel\u00f6st und die Nagelschuhe machen zwei Paar Schuhen mit Gummisohle Platz. Ein Jahr sp\u00e4ter wird der Kampfanzug f\u00fcr Panzertruppen (\u201ePanzer-Kombi\u201c) eingef\u00fchrt und 1974\/76 der olivfarbene f\u00fcr die Gebirgstruppen (\u201eGebirgsk\u00e4mpfer\u201c). Ab 1976 wird auch der neue Helm 71 getragen. Die Frauen erhalten 1978 eine neue, hellere Uniform mit einem aktualisierten Schnitt. Zu Beginn der 1980er Jahre werden alle Nichtkombattanten mit dem Tarnanzug 83 ausger\u00fcstet. Zus\u00e4tzlich kommen zahlreiche weitere \u00a0Ausr\u00fcstungsst\u00fccke f\u00fcr spezielle Eins\u00e4tze, wie zum Beispiel der Bergschuh 70 f\u00fcr Gebirgstruppen.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verf\u00fcgung-des-EMD-\u00fcber-die-Mannschaftsausr\u00fcstung-\u00c4nderung-vom-25.-Nov.-1974.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung des Bundesrates \u00fcber die Mannschaftsausr\u00fcstung, \u00c4nderung vom 25. Nov. 1974<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verf\u00fcgung-des-EMD-\u00fcber-die-Mannschaftsausr\u00fcstung-\u00c4nderung-vom-19.-Nov.-1973.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verf\u00fcgung des EMD \u00fcber die Mannschaftsausr\u00fcstung, \u00c4nderung vom 19. Nov. 1973<\/a><\/li>\n<li>Verf\u00fcgung des EMD \u00fcber die Mannschaftsausr\u00fcstung, \u00c4nderungen vom 25. November 1974<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verordnung-\u00fcber-die-Bekleidung-der-Schweizerischen-Armee-vom-25.-Nov.-1974.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung \u00fcber die Bekleidung der Schweizerischen Armee vom 25. Nov. 1974<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verordnung-\u00fcber-die-Bekleidung-der-Schweizerischen-Armee-vom-27.-Nov.-1974.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung \u00fcber die Bekleidung der Schweizerischen Armee vom 27. Nov. 1974<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verordnung-\u00fcber-die-Mannschaftsausr\u00fcstung-vom-12.-Dez.-1974.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung \u00fcber die Mannschaftsausr\u00fcstung vom 12. Dez. 1974<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verordnung-\u00fcber-die-milit\u00e4rischen-Auszeichnungen-vom-10.-Sept.-1973.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung \u00fcber die milit\u00e4rischen Auszeichnungen vom 10. Sept. 1973<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1972-75-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Abzeichen der Schweizer Armee<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz 1990<\/h4>\n<p>Was man so gemeinhin als Ordonnanz 90 bezeichnet, basiert auf den \u201eWeisungen f\u00fcr das Tragen des Tarnanzugs 83, modifiziert, und der Gefechtspackung 90, inkl. C-Schutzausr\u00fcstung 90\u201c. Es handelt sich um eine wichtige Etappe bez\u00fcglich der zuk\u00fcnftigen Kampfbekleidung, wie sie dann in den nachfolgenden Bekleidungsordonnanzen von 1995 und 2004 vertieft werden und das heutige Erscheinungsbild der Armee pr\u00e4gen.<br \/>\nMit diesen Reglementen l\u00f6ste der \u201emodifizierte\u201c Tarnanzug 83 das bisher verwendete Tenue-Ex und das Tenue Blau als Arbeitskleidung weitgehend ab und diese verschwinden in der Folge sukzessive aus dem Soldatenalltag. Der nun als \u201eTAZ 83 modifiziert\u201c bezeichnete Anzug bestand aus Jacke und Hose, \u00e4hnlich dem TAZ 83, und in der bisherigen Farbgebung. Als Vorl\u00e4ufer der sp\u00e4teren K\u00e4lteschutzjacke wurde dar\u00fcber eine modifizierte Gebirgskampfanzugjacke getragen. Sp\u00e4ter wurden auch Versuche mit einem Tarnmuster ohne die Farbe Schwarz gemacht sowie auch mit solchen, welche uni olivfarbig waren. Eine weitere Neuerung betraf die Verwendung von Namensschildern und verschiedenen Kragenstecker. K\u00e4lteschutzjacke, Tarnmuster, Kragenstecker und Namenschild wurden f\u00fcr den neu konzipierten Tarnanzug 90 \u00fcbernommen.<br \/>\nEine wesentliche Neuerung bildet auch die neue Gefechtspackung, welche als variable Trageinheit, je nach Einsatz, erg\u00e4nzt oder reduziert werden kann. Das \u201eGst\u00e4ltli\u201c wie die Soldaten es auch nannten, l\u00f6ste den Kampfanzug 70 mit seinen vielen Taschen ab. Versuche mit einer neuen Trageinheit wurden bereits seit 1982 durchgef\u00fchrt, Muster davon sind bei der Stiftung HAM vorhanden. Deren Weiterentwicklung f\u00fchrte dann zur heute verwendeten Grundtrageinheit (GT90). Eine wesentliche Neuerung war auch die Einf\u00fchrung des C-Schutzanzuges (CSA\/ICS 90), welcher sowohl auf seinem Vorg\u00e4nger \u201eCaesar\u201c wie auch auf amerikanischen Modellen beruht. Mit der Einf\u00fchrung des Kampfstiefels 90, welcher erstmals ohne Gamaschen getragen werden konnte, war der neue \u201eKampfanzug 90\u201c komplett und wurde ab 1993 laufend bei der Truppe eingef\u00fchrt. Ebenfalls 1990 wurde auch ein neuer Schuh f\u00fcr den Gebirgsdienst, der Schalenschuh 90, abgegeben. Als grosse Neuerung kann auch die Einf\u00fchrung eines dreiteiligen Regenschutzanzuges in einer neuen Tarnfarben angesehen werden.<br \/>\nBei der Ausgangsuniform, welche in ihren Grundz\u00fcgen weitgehend die gleiche wie bis anhin (Ord. 1972) bleibt, war die augenf\u00e4lligste Neuerung sicher das neue B\u00e9ret 90 mit dem Abzeichen des grossen Verbandes, das noch ausschliesslich in schwarzer Farbe abgegeben wurde und aus drei Teilen hergestellt wird, ebenso das neu eingef\u00fchrt blaugraue Kurzarmhemd f\u00fcr den Sommer. Die Ausgangsuniform f\u00fcr die Frauen bringt ebenfalls eine Kurzarm-Bluse und neu ebenfalls das B\u00e9ret 90.<\/p>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz 1995<\/h4>\n<p>Nach all den vorangegangenen Versuchen wurde mit dem Reglement \u201eKampfanz\u00fcge 70\/73\/74, Tarnanzug 83, Dienst- und Ausgangsanzug 72\/78\u201c etwas Ordnung in das Bekleidungs-Wirrwarr gebracht. G\u00fcltig war dieses Reglement offiziell ab dem 1. Januar 1995. Es regelt in erster Linie die Verwendung der verschiedenen Kampfanaz\u00fcge, der Dienst- und Ausgangsanz\u00fcge, so wie sie im Dienstreglement formuliert sind.<br \/>\nDas B\u00e9ret wird ab 1995 farbig und nicht mehr aus drei verschiedenen Teilen gen\u00e4ht, sondern als Form-B\u00e9ret hergestellt, welches vorerst in 6 Farben abgegeben wird, n\u00e4mlich: schwarz, gr\u00fcn, ziegelrot, dunkelblau, blau und weinrot. Die B\u00e9rets werden mit den Farben grau (milit\u00e4rische Sicherheit, hellblau (UN-Eins\u00e4tze) und gelb (OSCE) erg\u00e4nzt.<br \/>\nGrundlegende \u00c4nderungen erfuhr auch der Ausgangsanzug, indem der bisherige Waffenrock 72 durch den Veston 95 aus dunkelgrauer Gabardine ersetzt wurde, der nun ohne den Leibgurt zu tragen ist und nur noch mit drei Kn\u00f6pfen geschlossen wird und am rechten Oberarm das runde Truppenk\u00f6rperabzeichen (Badge) zeigt. Die dazugeh\u00f6rige Ausgangshose ist hellgrau mit einem schwarzen Passepoil.<br \/>\nDie Abzeichen zu dieser Ordonnanz werden mit dem Reglement vom 1. Januar 1997 geregelt. Nebst einigen Kragenpatten (\u201eSpiegeln\u201c) die verschwinden, gibt es auch ein paar Neukreationen, beispielsweise der Sicherungssoldat, den es nun in verschiedenen Farben gibt, ebenso die Milit\u00e4rspiele, die zwar weiter bei der Infanterie eingeteilt sind, jetzt aber gelbe, blaue, dunkelblaue oder orange Grundfarbe haben. Weitere Innovationen dazu sind im erw\u00e4hnten Reglement zu finden (siehe auch Beilage).<br \/>\nF\u00fcr die Frauen wurde ebenfalls ein Veston ohne Leibgurt eingef\u00fchrt, die Farbe war aber immer noch blau. Erst ab dem Jahr 2000 tragen die FdA anstelle der traditionellen blauen Uniform jetzt die gleiche Uniform wie die M\u00e4nner, ebenfalls mit den gleichen Abzeichen und zus\u00e4tzlich zur Hose, wie bisher, noch einen hellgrauen Jupe.<br \/>\nBei kalter Witterung tragen sowohl Frauen als auch M\u00e4nner die K\u00e4lteschutzjacke 90 mit Tarnmuster. Dazu gibt es diverse Accessoires wie Handschuhe, weiterhin den Ausgangsregenmantel 68.Kampfbekleidung 90 und Ausgangsanzug 72<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Kampfbekleidung-90-und-Ausgangsanzug-72-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampfbekleidung 90 und Ausgangsanzug 72<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Kampfbekleidung-90-und-Ausgangsbekleidung-95-Teil1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampfbekleidung 90 und Ausgangsbekleidung 95, Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Kampfbekleidung-90-und-Ausgangsbekleidung-95-Teil-2-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampfbekleidung 90 und Ausgangsbekleidung 95, Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Kampfbekleidung-90-und-Ausgangsbekleidung-95-2000-Teil-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampfbekleidung 90 und Ausgangsbekleidung 95 2000, Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Kampfbekleidung-90-und-Ausgangsbekleidung-95-2000-Teil-2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampfbekleidung 90 und Ausgangsbekleidung 95 2000, Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1995-Teil-1-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abzeichen der Schweizer Armee, Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-1995-Teil-2-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abzeichen der Schweizer Armee, Teil 2<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Ordonnanz 2004 \/ 06<\/h4>\n<p>Verschiedene Ab\u00e4nderungen der bisherigen Ordonnanzen und die Umstrukturierung zur Armee XXI f\u00fchren zu umfangreichen \u00c4nderungen und zur Ordonnanz 2004. So werden an den Arbeitskleidern und Dienstanz\u00fcgen die metallenen Kragenstecker (f\u00fcr Truppengattungen und Dienstzweige), die Gradabzeichen und neu auch die Funktionsabzeichen am Arbeits- und Dienstanzug neu mit Klettverschl\u00fcssen angebracht. Die vormals runden Verbandabzeichen sind jetzt wappenf\u00f6rmig und werden in farbiger (Ausgangsanzug) und getarnter Version (Arbeitsanzug) getragen. <br \/>\nNeben dem wappenf\u00f6rmigen Verbandabzeichen wird nur noch ein reduziertes Sortiment farbiger Kragenpatten, welche nur noch die Waffengattung zeigen, auf dem Veston aufgen\u00e4ht, anstelle von Achselnummern werden von allen Wehrm\u00e4nnern nur noch Schlaufen mit dem Grad auf den Achselklappen getragen. Die Auszeichnungen werden in Form von Ribbons \u00fcber der linken Brusttasche aufgesteckt. Schulabzeichen werden als Brusttaschen-Anh\u00e4nger in Form einer kleinen Metallplakette auf einer Lederunterlage mit Lasche getragen. Dazu kommen die Funktions- und Spezialistenabzeichen ebenfalls als Brusttaschenanh\u00e4nger ausgef\u00fchrt und rechts getragen. Weiter kommen eine Vielzahl neu kreierter Abzeichen f\u00fcr Beruf- und Zeitmilit\u00e4r dazu. Dieses neue Abzeichenkonzept wurde schrittweise 04\/06 eingef\u00fchrt. Gleichzeitig wird der Ausgangsregenmantel mit einem neuen Modell in schwarz ersetzt. Sukzessive wird die Ausgangsbekleidung 95 aus leichterem Gewebe hergestellt und auch der Schnitt leicht angepasst; dieses Modell ersetzt die ab 1995 ebenfalls existenten leichteren Sondermodelle f\u00fcr Berufsmilit\u00e4rs und f\u00fcr Internationale Eins\u00e4tze.<br \/>\nSeit 2005 wird auch schrittweise der neue ballistische Schutzhelm 04 aus Kevlar abgegeben, hergestellt von der Firma Schuberth.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-2004-Teil-1-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 2004, Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Ordonnanz-2004-Teil-2-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ordonnanz 2004, Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Ord-2004-06-Reglement-Abzeichen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reglement Abzeichen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Der passive Luftschutz ab 1936<\/h4>\n<p>Die Ereignisse w\u00e4hrend und nach dem Ersten Weltkrieg mit der zunehmenden Bedrohung aus der Luft und der Einsatz von Chemiewaffen f\u00fchrten 1934 zur Gr\u00fcndung des unbewaffneten, \u00f6rtlich organisierten Luftschutzes, als eigene Abteilung ab 1936 im Eidg. Milit\u00e4rdepartement (EMD). Diese Organisation, auch Passiver oder Blauer Luftschutz genannt (blau wegen der blauen \u00dcberkleider und Uniformen), war bei Kriegsausbruch 1939 einsatzbereit. Die Aufgaben waren das Einrichten von Schutzr\u00e4umen, die Kontrolle der Verdunkelung, die Beschaffung von Informationen oder auch die Unterst\u00fctzung der \u00f6rtlichen Feuerwehren, welche infolge der Mobilmachung vielerorts personell reduziert waren. Vorerst nur mit hellblauen \u00dcberkleidern und einem graublauen Stahlhelm ausger\u00fcstet, kamen im Verlauf des Krieges auch R\u00f6cke aus dunkelblauem Mischgewebe aus Wolle und Zellstoff, Hosen mit einem schwarzen Passepoil, Policem\u00fctzen und M\u00e4ntel dazu. Offiziere waren mit Schirmm\u00fctzen, Uniformen und Gradabzeichen, analog den Offiziersfeldblusen der Armee, ausger\u00fcstet. Auf den Uniformen wurden eigene Abzeichen f\u00fcr Grade und Spezialfunktionen getragen.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bundesratsbeschluss-\u00fcber-die-Bekleidung-der-Luftschutzorganisationen-Vom-25.-Juli-1940.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesratsbeschluss \u00fcber die Bekleidung der Luftschutzorganisationen (Vom 25. Juli 1940)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/1024px-Luftschutzmerkblatt.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Merkblatt Luftschutz 1951<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Bilder-Luftschutz.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bilder Luftschutz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h4>\u00a0<\/h4>\n<h4>Zivilschutz<\/h4>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Das-internationale-Schutzzeichen-des-Zivilschutzes.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das internationale Schutzzeichen des Zivilschutzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Verordnung-\u00fcber-die-Funktionen-die-Grade-und-den-Sold-im-Zivilschutz-FGSV-vom-9.-Dezember-2003-Stand-am-1.-November-2015.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verordnung \u00fcber die Funktionen, die Grade und den Sold im Zivilschutz (FGSV), vom 9. Dezember 2003 (Stand am 1. November 2015)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Funktionsabzeichen-Zivilschutz-Bern-1981.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Funktionsabzeichen Zivilschutz Bern 1981<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/armeemuseum.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Arbeitskleidung-Zivilschutz-um-2003.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitskleidung Zivilschutz um 2003<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ordonnanzen \u00fcber Uniformen und Abzeichen der Schweizer Armee Sinn und Zweck dieser Rubrik? Mit dieser Rubrik m\u00f6chten wir eine Serie der wichtigsten Meilensteine in der Bekleidungsgeschichte der Schweizer Armee aufzeigen. Bis zum Jahre 1852 hatte jeder Kanton seine eigene kleine Armee, mit eigenen Uniformen und Abzeichen. 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